Inhalt:
Es ist das Jahr 2012: Eine militiante Gruppe behinderter Freaks rebelliert gegen die moderne Gesellschaft, in der eigentlich nur noch Reichtum und Schönheit zählen. Doch leider ist die Truppe, die mindestens genauso schräg wie gewaltbereit ist, kaum in der Lage ihre Anschläge zu planen und erfolgreich durchzuführen. Dies soll sich ändern, als ihr alter Anführer Ramon (Antonio Resines) aus dem Gefängnis entlassen wird. Mit ihm entführen die Terroristen die Tochter eines reichen Geschäftsmannes. Doch die Probleme beginnen, als sich die flüchtige Gruppe, wegen dem Lösegeld, beginnt selbst zu dezimieren und sie auf einem Planeten notlanden müssen, der von debilen Triebtätern bewohnt wird…
Hintergrund:
Aktion Mutante ist das Spielfilmdebüt von Alex de la Iglesia. Produziert wurde der Film u.a. vom späteren Oscarpreisträger Pedro Almodóvar.
Kritik:
Der Film ist ein bunter Genre-Mix aus Science-Fiction, Action und rabenschwarzer Komödie. Als wäre das nicht genug, hat Regisseur und Co-Autor Alex de la Iglesia noch versucht, daraus eine Gesellschaftssatire mit möglichst vielen Splatter-Einlagen zu schaffen. Das eine derartige Mischung nicht wirklich aufgehen kann, ist leider vorprogrammiert. Neben den sehr gelungen Effekten und Kulissen, bleiben dem grenzüberschreitenden Film dennoch ein paar nennenswerte Momente – vor allem zu Beginn des Films, wenn die Fernsehberichterstattung über die Truppe gezeigt wird und die Bilder aus dem Ghetto auf Vielversprechenderes hoffen lassen. Doch dann driftet der Film leider, in eine zwanghaft lustige, Genre-Parodie ab, bei der die meisten “Witze” eher provozieren, statt amüsieren wollen, sodass der Rest von Aktion Mutante nur noch bei Splatter-Fans und Freunden des tiefschwarzen Humors gut ankommen dürfte.(gs)
Bewertung:









Aktion Mutante Spanien, 1993
Genre: Science-Fiction / Action / Komödie
Originaltitel: Acción Mutante Regie: Alex de la Iglesia Drehbuch: Alex de la Iglesia, Jorge Guerricaechevarría Darsteller: Antonio Resines, Álex Angulo, Frédérique Feder
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Dr. Borstel said
Februar 7 2010 @ 11:16
Klingt ja nach Trash Deluxe – schade, dass ich mit solchen Filmen selten etwas anfangen kann …
Christian said
Februar 8 2010 @ 00:39
Also der Plot hört sich ziemlich gut an und ein wenig sinnfreier Splatter ist ja eigentlich auch nie verkehrt. Falls ich ihn mal in der Videothek entdecke, greif ich zu. Danke für den Tipp!
ERIC said
Februar 16 2010 @ 17:46
Hallo,
also (nicht nur) Trash-Fans kann ich dieses kleine spanische Juwel ans Herz legen.
Die Logiklöcher sind zwar größer als bei einem schweizer Käse, aber dafür ist der Film umso böser, zynischer und sarkastischer. ;o)
Für eine “gepflegte Runde unter Freunden” (mit ausreichend Bier und Chips) ist er genau das richtige.