Inhalt:
Monate nach seiner Herztransplatation ist der alleinerziehende Vater Terry (Josh Lucas) auf dem Weg zur Besserung. Zudem verliebt er sich in die Medizinerin Elizabeth (Lena Headey), die als behandelnde Ärztin seiner schwerkranken Tochter auch noch einen besonderen Bezug zu ihr aufweisen kann. Doch dann beginnen ihn plötzlich düstere, anfänglich noch undefinierbare, Visionen zu verfolgen. Als Terry zufällig erfährt, von welcher Person er das Spenderherz erhalten hat, beginnt er mit den Nachforschungen zu dessen mysteriösem Ableben.
Er findet schließlich heraus, dass seine Halluzinationen einen Zusammenhang mit der brutalen Ermordung seines Organspenders zu tun haben. Mehr noch sinnt das Herz, das in Terrys Brust widerspenstig schlägt, offenbar nach Rache…
Hintergrund:
Michael Cuestas Film basiert auf Edgar Allen Poes Schauergeschichte Das verräterische Herz.
Das schwarze Herz wurde von den Regie-Größen Tony und Ridley Scott produziert.
Kritik:
Regisseur Michael Cuesta hat mit Das schwarze Herz einen handwerklich soliden Thriller gedreht, dem es jedoch an Originalität und Spannung mangelt.
So überzeugt beispielsweise die schauspielerische Leistung von Lucas als Protagonist, der vom sorgsamen und aufopfernden Vater zu einem kaltblütigen Killer mutiert, da er die Persönlichkeit seines Organspenders nach und nach zu übernehmen scheint. Allerdings hätte gerade aus einem derartig positiven Aspekt des Drehbuchs, mehr Potenzial ausgeschöpft werden können. Auch die dramatische
Komponente wird eher halbherzig behandelt. Denn der Beziehung Terrys zu seiner Tochter und der Ärztin, wird zu Beginn des Films noch viel Aufmerksamkeit geschenkt, verblasst jedoch im weiteren Handlungsverlauf.
Weitere Schwächen des Skripts offenbaren sich auch wenn, der von Brian Cox gespielte, Detective Van Doren immer wieder in Erscheinung tritt. Dieser bleibt nämlich nicht mehr als ein plattes Klischee eines ermittelnden Polizisten, der seinen Hauptverdächtigen versucht unter Druck zu setzen. Außerdem ist die Story, vor allem für erprobte Thriller-Zuschauer, recht vorhersehbar. Dies liegt weniger an der Tatsache, dass es sich bei Das schwarze Herz um die x-te Neuauflage einer bekannten Erzählung handelt. Viel mehr lässt die Handlung und die darin vorkommenden Figuren schlichtweg zu wenig Spielraum für Überraschungen, sodass die Plot-Twists kaum hätten anders kommen können, was letztlich auch den nur mäßigen Spannungsaufbau des Films erklärt.
Schlussendlich bleibt Cuestas Film ein Mystery-Thriller mit guten Ansätzen, die jedoch hinter den Möglichkeiten der Story bleiben. (gs)
Bewertung:









Das schwarze Herz USA 2009
Genre: Mystery / Thriller / Drama
Originaltitel: Tell Tale Regie: Michael Cuesta Drehbuch: Dave Callaham, Edgar Allan Poe Darsteller: Jamie Harrold, Ulrich Thomsen, Dallas Roberts
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Der Gründer-CINEtologe said
Juli 27 2010 @ 14:54
Das Abstract klingt doch sehr nach dem Film THE EYE (2008), nur dass es jetzt um ein Herz statt der Augen-Hornhaut geht. Dass an der Produktion Ridley Scott beteiligt war, wird mich den Film dennoch einmal in “Augenschein” (kleine Anspielung) nehmen lassen.