Inhalt:

Der 16-jährige Arthur Parkinson (Michael Angarano) übt gerade mit der Blaskapelle seiner örtlichen High School für das nächste Footballspiel, als plötzlich aus der Ferne ein Schuss ertönt, der die kleine Gemeinde Butler in Pensilvania für einen Moment in der winterlichen Kälte erstarren lässt.

Dann gibt es eine Rückblende, die die Wochen vor diesem Ereignis zeigen: Arthur arbeitet neben der Schule in einem chinesischen Restaurant, zusammen mit seiner ehemaligen Babysitterin Annie (Kate Beckinsale). Während er, abgesehen von der Tatsache, dass seine Eltern sich gerade in Trennung befinden, ein relativ normales Teenagerleben führt, wird Annie von einem Schicksalsschlag nach dem anderen heimgesucht. Auch sie macht gerade eine Trennung von ihrem Ehemann Glenn (Sam Rockwell) durch, der sich nach einem Selbstmordversuch einer christlichen Sekte anschloss und seine Wut und Trauer über die Trennung in Alkohol ertränkt. Während die Erwachsenen mit ihren Beziehungsproblemen kämpfen, erlebt Arthur seine erste zaghafte Liebe mit der eigenwilligen Lila. Annie sucht sich derweilen ausgerechnet Trost in dem Bett des Mannes ihrer besten Freundin. Als Glenn dies erfährt ist er vollkommen verzweifelt. Die Situation spitzt sich zu, als dann auch noch die gemeinsame 3-jährige Tochter Tara (Gracie Hudson) plötzlich verschwindet…

Hintergrund:

Als Vorlage für das Drehbuch diente der gleichnamige Roman von Stewart O‘Nan. Der Film ist, bis auf wenige Auslassungen, originalgetreu verarbeitet und beinhaltet im Wesentlichen alle Handlungsstränge des Buches.

Kritik:

Engel im Schnee“: Ausgehend von diesem Titel erwartet man wohl einen romantisch, weihnachtlichen Märchenfilm. Doch die Engel in diesem Film werden vom Schicksal nicht verschont und bleiben bis zum tragischen Ende hoffnungsvolle Träumer, die nicht „fliegen sondern fallen“. Vor allem das selbstzerstörerische Verhalten von Annie, wie auch Glenns Ambivalenz, bleibt in den Köpfen der Zuschauer haften. Was nicht zuletzt an deren großartiger schauspielerischer Leistung liegt. Dieser Film ist alles andere als leicht verdaulich. Er wagt sich an schwierige Themen wie Alkoholismus, Scheidung, Mord und Selbstmord heran und setzt diese sensibel und einfühlsam in Szene. Die zwei Handlungsstränge sind gegensätzlich angelegt und zeigen wie unterschiedlich und unvorhergesehen das Leben sein kann. Der eher ruhige aber überaus intelligente Film hinterlässt zweifelsohne einen bitteren Nachgeschmack der zum Nachdenken anregt.(lw)

Bewertung:

 ★★★★★★★★★★ 

Engel im Schnee – Manchen werde fallen. Manche werden fliegen USA, 2007

Genre: Drama/Romanze

Originaltiel: Snow Angels Regisseur: David Gordon Green Drehbuch: David Gordon Green Darsteller: Kate Beckinsale, Sam Rockwell, Michael Angarano, Olivia Thirlby

Trailer

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