Inhalt:
In „Libria“, einer fiktiven Stadt in naher Zukunft, welche einen dritten Weltkrieg überstanden hat, werden menschliche Emotionen als Auslöser von Missetaten verstanden. Daher werden den Bewohnern eine psychotrope Substanz (Prozium II) in
der Ausgabestelle des Regierungsgebäudes, dem Equilibrium, zur Verfügung gestellt. Diese soll die Gleichmütigkeit sicherstellen, die Gefühle dämmen, wenn nicht sogar ausschließen, um somit eine friedliche und stabile Gesellschaft unter der Führung des propagierenden „Vaters“ (Sean Pertwee) zu Gewährleisten.
Die sogenannten „Grammaton-Kleriker“ Preston (Christian Bale) und Brandt (Taye Diggs) sind Beschützer dieses totalitären Systems. Sie haben die Aufgabe die Sinnestäter, welche aufgrund ihres Bedürfnisses zu Fühlen in die Illegalität gedrängt wurden, aufspüren und unter Ausübung der Wing Tsung ähnlichen Kampfkunst „Gun-Kata“ eine Revolution der Widerständler verhindern. Durch Vernetzung unglücklicher Zufälle, auch bedingt durch die Begegnung mit der inhaftierten Sinnestäterin und Freundin seines Ex-Kollegen Partridge (Sean Bean), Mary O’Brien (Emily Watson), beginnt Preston das Prozium II abzusetzen. Er lernt Gefühle kennen und lieben und sorgt damit immer bewusster für eine rigorose Wendung der Handlung…
Hintergrund:
Der Film ist, für die Verhältnisse eines Science-Fiction-Actioners, mit Produktionskosten von 20 Millionen Dollar eher eine Low-Budget-Produktion. Nachdem er an den US-Kinokassen gefloppt ist, entschlossen sich die Verleiher den Film in Deutschland nur auf DVD zu veröffentlichen und dies nicht ohne mäßigem Erfolg.
Die Handlung des Films ist stark an große Science-Fiction Werke wie Fahrenheit 451 von Ray Bradbury, oder George Orwells 1984 angelehnt.
Kritik:
Der Film liefert eine schaurig düstere Atmosphäre. Die computergenerierte Kulisse, der gekonnte Einsatz von Licht und Schatten und die symbolträchtige und monumentale Architektur reflektieren eine faszinierende Monotonie. Zudem nimmt man den Schauspielern insgesamt die dargestellte chronische Bedrücktheit ab.
Equilibrium ist nicht nur ein spannender Science-Fiction-Film, sondern bietet auch einen durchdachten Hintergrund – trotz diverser Widersprüche. Dies sei dem Film allerdings verziehen, da die Idee eines tiefsinnigen Science-Fiction-Dramas, trotz Ähnlichkeiten zu Filmen wie Matrix und Blade Runner, sich vor allem durch eine klassische musikalische Unterstreichung abhebt und dank origineller Kampfszenen sich auch in die Herzen von Action-Liebhabern befördert. (âkif)
Bewertung:









Equilibrium USA, 2002
Genre: Science-Fiction / Action / Drama
Originaltitel: Equilibrium – Killer of Emotions Regie: Kurt Wimmer Drehbuch: Kurt Wimmer Darsteller: Christian Bale, Sean Bean, Taye Diggs, Sean Pertwee, Emily Watson
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