
Inhalt:
Der naive und erfolglose Autoverkäufer Jerry Lundegaard (William H. Macy) gerät durch dubiose Geschäfte, in finanzielle Schwierigkeiten. Praktisch komplett pleite, beschließt Jerry seine Frau Jean (Kristin Rudrüd), ohne ihr wissen, durch die zwei Kleinganoven Gaear Grimsrud (Peter Stormare) und Carl Showalter (Steve Buscemi), entführen zu lassen. Das Lösegeld fordert Jerry von seinem reichen Schwiegervater Wade (Harve Presnell) und verspricht den zwei Entführern mit ihnen das Geld zu teilen. Dann werden jedoch Gaear und Carl nachts, aus reiner Formalität, von der Polizei angehalten. Allerdings endet die Routinekontrolle in einem Fiasko, da ein Polizist und zwei Tatzeugen getötet werden.
Die schwangere Polizistin Marge (Frances Mc Dormand) beginnt mit den Ermittlungen zu diesem Fall und der scheinbar einfache Plan von Jerry wird zu einem folgenschweren Desaster mit einer beträchtlichen Anzahl von Toten.
Hintergrund:
In einer Einblendung am Anfang des Films wird behauptet: Dies ist eine wahre Geschichte. Die Ereignisse beruhen auf einem Verbrechen aus dem Jahr 1987, das in Minnesota stattfand. Später gaben die Coen-Brüder jedoch zu, dass es sich um einen Scherz gehandelt hat.
Fargo war im Jahr 1997 siebenmal für den Oscar nominiert. Frances McDormand gewann den Oscar als beste weibliche Hauptdarstellerin, die Coen-Brüder erhielten die begehrte Trophäe für das beste Originaldrehbuch.
Außerdem gewann die Thrillerkomödie den Regie-Preis der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 1996.
Kritik:
Fargo ist sicherlich kein gewöhnlicher Krimithriller. Die grotesken Figuren, die merkwürdigen Situationen, die skurrilen Dialoge sowie der satirische Touch machen den Film eher zu einer rabenschwarzen Komödie. Um den absolut bizarren Mix zu vervollständigen, mischten die Coen-Brüder auch noch eine ordentliche Portion Gewalt hinzu. Im krassen Kontrast dazu, stehen die wundervollen Aufnahmen der Winterlandschaft Minnesotas. Dies machte Fargo nicht nur zu einem Kultfilm, sondern auch zu einem absoluten Ausnahmewerk. (dd)
Bewertung:









Fargo – Blutiger Schnee USA, GB 1996
Genre: Krimi / Thriller / Komödie
Originaltitel: Fargo Regie: Ethan und Joel Coen Drehbuch: Ethan und Joel Coen Darsteller: William H. Macy, Frances Mc Dormand, Steve Buscemi, Peter Stormare, Harve Presnell, Kristin Rudrüd
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Dr. Borstel said
Februar 23 2010 @ 16:32
Meiner Meinung nach überschätzt. Ein guter Film, sicher, aber mit Preisen überschüttet zu werden hat er nicht verdient. Die Story ist allenfalls mittelprächtig und wird im Grunde nur von dem wirklich großartigen Ensemble getragen (das, das gebe ich zu, auch jeden Preis verdient hat). Demnach würde ich wohl zwei Punkte weniger geben. Aber als Nicht-Coen-Fan lässt man mich da ohnehin selten mitreden.
Georg aka admin aka indiefreak said
Februar 24 2010 @ 09:40
Nein nein, ich lass dich natürlich mitreden
Ich finde, dass die Coens generell ein wenig “vorschnell” die Awards der diversesten Jurymitglieder nahezu hinterhergeschmissen bekommen…
Im Fall von Fargo muss ich sagen, dass er zwar nicht so recht meinen persönlichen Geschmack trifft, aber dennoch gerade in seiner seltsamen Machart und natürlich auch wegen den überzeugenden Schauspielern ein recht guter Film ist.