Inhalt:
Dave (Aaron Johnson) ist eigentlich ein unscheinbarer Durchschnitts-Teenager, der seinen Alltag neben der High School am liebsten mit dem Lesen von Comics verbringt. Eines Tages setzt er sich in den Kopf, seinen Idolen nachzueifern und Superheld zu werden – und das obwohl seine einzige Superkraft darin besteht für Mädchen unsichtbar zu sein, wie er selbst sagt.
Als maskierter Verbrechensbekämpfer im froschgrünen Kostüm macht er sich selbstlos auf den Weg, in den Straßen New Yorks für Recht und Ordnung zu sorgen. Nach einer, per Kamera aufgezeichneten, waghalsigen Rettungstat wird Dave über Nacht zum YouTube-Star und zum landesweit bekannten Superhelden Kick-Ass.
Währenddessen kämpfen im Untergrund bereits zwei weitaus gefährlichere Superhelden gegen das organisierte Verbrechen. Denn die maskierten Rächer Hit-Girl (Chloë Moretz, 500 Days of Summer) und ihr Vater Big Daddy (Nicolas Cage) haben noch eine offene Rechnung mit dem Mafiasyndikat zu begleichen und schwören auf blutige Rache.
Der Gangsterboss Frank D’Amico (Mark Strong) weiß allerdings nichts von diesem tödlichen Duo und denkt stattdessen, dass Kick-Ass hinter der Zerschlagung seiner Geschäfte und der Dezimierung seiner Männer steht.
Somit beginnen für den jungen Möchtegern-Superhelden die Probleme erst richtig…
Hintergrund:
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Comic von Mark Millar, der auch für den Graphic Novel Wanted verantwortlich war und 2008, mit James McAvoy und Angelina Jolie in den Hauptrollen, verfilmt wurde.
Nachdem Matthew Vaughn von jedem Studio eine Absage für die Produktion von Kick-Ass erhielt, entschied er sich dafür den Film unabhängig zu produzieren. Nach Fertigstellung der Actionkomödie verkaufte er die Rechte für die internationalen Verwertung an Universal Pictures – und erhielt schließlich mehr Geld, als das Budget um das er sie ursprünglich gebeten hat.
Kritik:
Mit seiner kruden Mischung aus Gewalt und Humor ist Kick-Ass ein sehr unkonventionelles, aber auch unterhaltsames Filmvergnügen. Matthew Vaughn hat es geschafft, eine Superhelden-Parodie zu drehen, die auf der einen Seite Batman,
Spider-Man und Co. durch den Kakau zieht und auf der anderen Seite sich selbst ebenfalls nicht allzu Ernst nimmt. Trotz der vielen Selbstironie bleibt der Film jedoch seiner Coolness treu und driftet nicht etwa in sinnfreie Blödeleien ab. Mehr noch serviert Kick-Ass den Zuschauern eine Vielzahl an rasanten und durchgestylten Action-Szenen, bei denen es zwar ziemlich hart zur Sache geht; allerdings wird die Brutalität, ähnlich wie in den Action-Krachern Crank oder Shoot ‘em up, so überspitzt und comichaft dargestellt, dass sich wohl nur noch ein geringer Teil des Publikums davon provozieren lassen wird.
Eine weitere Stärke von Kick-Ass sind auch die Comic-Elemente, die Vaughn in den Film miteingebaut hat. So wird beispielsweise eine Rückblende aus dem Leben von Big Daddy und Hit-Girl ausschließlich in gezeichneten Bildern erzählt. Dieses Spiel mit der Bewusstmachung des Films über den eigenen Ursprungs ist ein Element, welches nur zu selten bei Comicverfilmungen verwendet wird.
Auch wenn der Film zu einem großen Teil aus üblicher Popcorn-Unterhaltung zu sein scheinen mag, so hat Produzent und Regisseur Matthew Vaughn es sich nicht nehmen lassen, auch gesellschaftskritische Aspekte in den Film miteinfließen zu lassen. Die moralischen Konflikte die aber aufgezeigt werden, bleiben dabei ohne den erhobenen Zeigefinger für sich stehen. Dies ist sicherlich kein Zufall. Denn Kick-Ass ist ein, in nahezu jeder Hinsicht, ausgeglicher und wirklich guter Superhelden-Film.(gs)
Bewertung:









Kick-Ass USA 2010
Genre: Komödie / Action
Originaltitel: Kick-Ass Regie: Matthew Vaughn Drehbuch: Jane Goldman, Mark Millar Darsteller: Aaron Johnson, Mark Strong, Nicolas Cage, Chloe Moretz, Christopher Mintz-Plasse, Lyndsy Fonseca

Lars said
April 22 2010 @ 18:51
Ich habe den Film in der englischen Fassung gesehen. Leider fehlten gute 20 Minuten wegen eines technischen Fehlers. Aber Kick-Ass ist mit das beste bei den Comicverfilmungen und Christopher “McLovin” Mintz-Plasse als Bösewicht nur genial.
DosCorazones said
April 22 2010 @ 18:55
Die Comic-Strip Sequenz war wahrlich mal ein frischer Impuls im Superheldenfilmgenre und kann sich ohne Frage mit einer ähnlichen Szene aus “Kill Bill” messen.
Der Film macht einfach Spaß, weil er zwar Gewalt und Humor sehr auf die Spitze treibt, aber stilsicher rüberbringt.
VinceVega said
April 26 2010 @ 12:11
Das ist endlich mal ein Film, der sich die viele Werbung verdient hat!