Inhalt:
Max Cohen (Sean Gullette), ein Mathematik-Genie glaubt, dass alles in der Welt durch Zahlen verstanden werden kann, die sich in Form von Mustern äußern. Seit Jahren versucht er das Muster zu entschlüsseln, das sich seiner Ansicht nach hinter jeder Form von Chaos und Entwicklung verbirgt. Mit Hilfe seines Computerprogramms versucht er hinter das Geheimnis zu kommen. Als Versuchsobjekt dienen ihm die Aktienkurse an der Börse die er analysiert. Dabei stößt er auf eine 216-stellige Zahl und glaubt den Schlüssel zum Verständnis des Universums gefunden zu haben. Als Sol Robeson (Mark Margolis), ehemaliger Professor und Förderer von Max, davon erfährt, warnt er ihn vor weiteren Untersuchungen und weist ihn an, sich nicht weiter mit den Zahlen zu beschäftigen da es zu gefährlich sei.
Währenddessen werden zwei Gruppen auf die Forschung von Max aufmerksam, die seine Erkenntnisse für ihre Zwecke nutzen möchten: Zum einen Finanzhaie von der Wall Street und zum anderen fanatische Juden, die mit Hilfe der 216-stelligen Zahl in der Hoffnung sind, den Code der Tora zu entschlüsseln. Dem menschenscheuen Max setzt das alles heftig zu. Steigernde Kopfschmerzanfälle und wachsende Paranoia treiben ihn langsam in den Wahnsinn und ganz allmählich verliert Max zwischen echter Bedrohung und schlichtem Verfolgungswahn den Überblick…
Hintergrund:
Die Produktionskosten beliefen sich lediglich auf 60.000 US-Dollar.
1998 gewann Darren Aronofsky für Pi den Regiepreis beim Sundance Film Festival.
Clint Mansell, der eine kleine Rolle als Fotograf hat, komponierte sowohl für Pi als auch für Aronofskys Requiem for a Dream die Musik.
Die Mutter von Darren Aronofsky war im Film für das Catering zuständig.
Das dargestellte Gehirn im Film war echt.
Kritik:
Pi,gedreht in Schwarz-Weiß, bekommt allein schon dadurch seine ganz eigene Atmosphäre, welche sich durch düstere Bilder einerseits und musikalische Untermalung andererseits noch
zusätzlich auszeichnet. Die elektronischen Klänge sowie die rasanten Kamerafahrten sind quasi das Spiegelbild dessen, was in Max Kopf vorgeht. Zudem ist die schauspielerische Leistung von Sean Gullette, als Mathegenie der langsam dem Wahnsinn verfällt, sehr überzeugend.
Der Film regt zum Nachdenken an, denn die Frage stellt sich, ob der menschliche Geist überhaupt in der Lage dazu ist das „große Ganze“ zu verstehen und zu bearbeiten oder ob einem nichts anderes übrig bleibt als in den Wahnsinn zu verfallen?
Pi ist sicherlich nicht für Jedermann. Dem Zuschauer wird einiges zugemutet aber für Liebhaber außergewöhnlicher Filmkunst ist er jedoch wärmstens zu empfehlen. (dd)
Bewertung:









Pi – System im Chaos USA, 1998
Genre: Drama / Thriller
Originaltitel: Pi Regie: Darren Aronofsky Drehbuch: Darren Aronofsky Darsteller: Sean Gullette, Mark Margolis, Ben Shenkman, Pamela Hart
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DosCorazones said
März 14 2010 @ 15:00
Aronofskys Filme begeistern mich immer wieder. “Pi” muss ich mir endlich auch auf DVD zulegen!
Black Swan von Aronofsky eröffnet das Filmfestival in Venedig | independentfilme.com said
Juli 25 2010 @ 09:03
[...] Darren Aronofsky (Pi, Requiem for a Dream) wird mit seinem neuesten Film Black Swan die Filmfestspiele von Venedig [...]