Inhalt:

Harry, (Jared Leto) seine Freundin Marion (Jennifer Connely) und Tyrone (Marlon Wayans) beginnen mit Drogen zu dealen, im Glauben und der Hoffnung genug Geld zu verdienen um sich ihre Träume zu erfüllen. Anfangs scheint das Vorhaben aufzugehen und es zeichnen sich erste Erfolge ab, doch der eigene steigende Drogenkonsum und ein Zwischenfall mit zwei rivalisierenden Drogenclans machen ihre Idee zunichte. Tyrone wird gefasst und in Untersuchungshaft gesteckt und ein großer Teil ihres Ersparten geht für die Kaution drauf. Nun wird es schwerer für die drei an Drogen heranzukommen und es liegt dann an ihnen allein, was sie bereit sind zu bezahlen um an den Stoff zu kommen.

Währenddessen lebt Harrys Mutter Sara (Ellen Burstyn) allein und verbringt ihre gesamte Freizeit damit, ihre Lieblingsfernsehshow anzuschauen. Als sie eines Tages die Chance erhält in der Sendung aufzutreten, lässt sie sich vom Arzt Schlankheitspillen, welche Amphetamine enthalten, verschreiben.

Für alle vier hat unlängst eine physische und psychische Reise in den Abgrund begonnen, die unaufhaltbar scheint…

Hintergrund:

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Hubert Selby aus dem Jahr 1978. Selby schrieb auch zusammen mit Aronofsky das Drehbuch.

Artisan Entertainment weigerte sich, den Film zu kürzen, woraufhin er von der MPAA in den USA die äußerst selten verliehene NC-17 Freigabe erhielt, die es Kindern und Jugendlichen unter 17 Jahren nicht erlaubt, den Film im anzusehen.

Ellen Burstyn wurde, für ihre Darbietung, für den Oscar als beste weibliche Hauptdarstellerin nominiert.

Ingesamt gewann der Film 20 Internationale Filmpreise und wurde für 33 weitere Male nominiert.

Kritik:

Die zum Teil innovativen Techniken, die den sozialen Niedergang der vier Drogensüchtigen erzählen, machen Darren Aronofskys Requiem for a Dream zu einem visuellen Meisterwerk.

Dabei ist der Film weniger als schlichter Drogenfilm zu betrachten, sondern viel eher wird dem Zuschauer drastisch aufgezeigt, wie Sucht im Allgemeinen, die Kontrolle über das Verhalten eines jeden einzelnen übernimmt. Denn auch wenn es in Requiem for a Dream die Hauptthematik der Drogen ist, so funktioniert es im Prinzip mit allem, was Suchtpotenzial hat. Genau dies ermöglicht es dem Zuschauer, sich mit dem Horror der Suchtkrankheit sehr gut zu identifizieren.

Die geniale Musik von Clint Mansel unterstreicht dabei die sehr düstere Stimmung und verstärkt intensiv die gesehenen Bilder. Zudem agieren die Schauspieler äußerst authentisch. Allen voran ist Ellem Burstyn dabei hervorzuheben, die ihre Rolle hervorragend spielt.

All dies zusammengenommen, machen Requiem for a Dream zu einem unvergleichlichen filmischen Trip, der wohl jedem Zuschauer unvergessen bleiben wird. (dd)

Bewertung:

 ★★★★★★★★★★ 

Requiem for a Dream USA, 2000

Genre: Drama

Originaltitel: Requiem for a Dream Regie: Darren Aronofsky Drehbuch: Darren Aronofsky, Hubert Selby Darsteller: Jared Leto, Jennifer Connelly, Marlon Wayans, Ellen Burstyn

Trailer

 

3 Kommentare so far »

  1.  

    ChristiansFoyer said

    Februar 15 2010 @ 13:10

    Mansels “Lux Aeterna” ist sicher eines der besten Musikstücke der letzten Jahrzehnte, wird ja seit Erscheinen auch in fast jedem zweiten Trailer verbraten. “Requiem for a Dream” ist ein Film, der mich wirklich komplett fertig gemacht hat, der schon beinahe körperliche Schmerzen aufgrund seiner Intensität bereitet. Ohne Frage ein absolutes Meisterwerk. Aber eines, dass ich mir höchstens in sehr selbstzerstörerischer Gemütslage noch ein weiteres Mal ansehen würde ;)

  2.  

    admin said

    Februar 15 2010 @ 13:24

    Mir gehts da genauso wie dir! Es ist wahrscheinlich der intensivste Film den ich je gesehen hab! Und ich glaube, ich muss ihn kein zweites mal sehen (obwohl er sich die 10 Sterne wirklich verdient). Daher wunderts mich übrigens, das unser Rezensist den Film schon drei mal gesehn hat :-)

    Und ja, muss dir schon wieder zustimmen, was Mansels Requiem for a dream Thema angeht. Meiner Meinung nach gehört die Musik LOCKER in die Top 5 der besten Theme-Songs aller Zeiten (wenn nicht sogar die beste… da möcht ich mich aber jetzt nicht festlegen).
    Und wahrscheinlich ist das auch einer der meist-zitiersten Filmmusiken der letzten Jahre (kürzlich wurd die Musik sogar bei den Eröffnungsspielen in Vancouver gespielt)

  3.  

    Silke said

    Februar 22 2010 @ 20:18

    Ein Film der unter die Haut geht. Dazu diese sagenhafte Musik, die dich wie ein Ohrwurm begleitet. Wenn ich neue Ideen suche lasse ich mich von der Melodie inspirieren. Der Film ist auf jedenfall hörens- und sehenswert :-)

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