shrinkInhalt:

Dr. Henry Carter (Kevin Spacey) ist ein berühmter und erfolgreicher Psychiater in Los Angeles. Seine Bücher über das Glücklichsein verkaufen sich sehr gut und in seiner Praxis behandelt er nur namhafte Leute aus Hollywood. Doch seit dem Selbstmord seiner Frau verliert er immer mehr die Kontrolle über sein Leben und verbringt seine Zeit mit permanentem Kiffen und zweifelt am Sinn des Lebens.

Es ist abzusehen, dass er sich zunehmend schwer tut, seinen Patienten wie dem paranoiden Agenten Patrick (Dallas Roberts), dem sex- und alkoholsüchtigen Schauspieler Holden (Robin Williams), oder der mit Eheproblemen belasteten Schauspielerin Kate (Saffron Burrows) eine Lebenshilfe zu geben, da er mittlerweile seinen eigenen Ratschlägen misstraut. Doch als die Schülerin Jemma (Keke Palmer) in seiner Praxis erscheint, weil sie den Freitod ihrer Mutter nicht überwinden kann, scheint jemand gefunden, der Dr. Carter besser analysieren kann als er sich selbst…

Hintergrund:

In den USA kam der Film im Juli 2009 als limited release in die Kinos. In Deutschland erschien shrink – Nur nicht die Nerven verlieren als DVD Premiere am 17.02.10 im Verleih und ist ab 12.03.10 im Handel erhältlich.

Das Wort ’shrink ist im Englischen ein umgangssprachlicher, leicht abwertender, Begriff für Psychiater. Eine passende deutsche Übersetzung wäre in etwa ‘Seelenklempner’ oder ‘Irrenarzt’.

Kritik:

Gibt es die richtigen Worte um tief empfundenen Schmerz auszudrücken? Der Film sagt ‚nein‘ und das ist wohl auch der Grund dafür, dass nicht ein Wort zu viel verloren wird. Frei nach dem Motto: „Reden bringt doch nichts, es ist alles scheiße und am Ende sind wir sowieso alle tot!“

Durch knappe Dialoge, schräge Szenen und harte Schnitte, bekommt shrink – Nur nicht die Nerven verlieren eine ganz eigene Dynamik: shrink - szeneBedrückend, nachdenklich und irgendwie dennoch lebendig und hoffnungsvoll. Die Personen sind trotz, oder gerade wegen ihrer Neurosen sympathisch. Sei es der Schauspieler der sich nicht ernst genommen fühlt, der Drehbuchautor mit einer Schreibblockade, ein Schauspielerehepaar kurz vor der Scheidung, oder eben der berühmte Psychiater, der selbst einen benötigt. Im Grunde sucht doch jeder nach dem Sinn des Lebens. Dass sich das Ganze mitten in der Traumfabrik Hollywood abspielt ist hierbei kein Zufall. Denn gerade dort, wo alles nach außen hin so perfekt scheint, spielen sich im Hintergrund die größten Dramen ab. Es sind die typischen Klischees der Stars und Sternchen, die in diesem Film aufgegriffen werden; doch die Umsetzung ist überraschend ehrlich und authentisch. Sie zeigt, dass Schicksalsschläge jeden treffen können und es dabei keine Rolle spielt wie reich und berühmt man ist.

Vor allem Kevin Spacey (Männer die auf Ziegen starren) liefert hierbei eine schauspielerische Glanzleistung ab, wie man sie wahrscheinlich das letzte Mal bei American Beauty bewundern durfte. Denn seine Darstellung des depressiven Psychiaters ist geprägt von einer derart traurigen Ironie, dass es dem Zuschauer schwer fällt zu entscheiden, ob er bei shrink weinen oder lachen soll.(lw)

Bewertung:

 ★★★★★★★★☆☆ 

shrink – Nur nicht die Nerven verlieren USA, 2009

Genre: Drama / Komödie

Originaltitel: shrink Regie: Jonas Pate Drehbuch: Thomas Moffet Darsteller: Kevin Spacey, Mark Webber, Keke Palmer, Robin Williams, Saffron Burrows, Gore Vidal

© Universum Film GmbH

Trailer

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2 Kommentare so far »

  1.  

    Dr. Borstel said

    März 13 2010 @ 16:56

    Scheinbar will mir wirklich jeder diesen Film schmackhaft machen. Als würde Kevin Spacy allein nicht schon reichen …

  2.  

    lydia said

    März 27 2010 @ 18:22

    genau das ist der plan ;-)

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