The Road Die StrasseInhalt:

Die Zivilisation, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Die Sonne ist verdunkelt, tierisches wie pflanzliches Leben ist ausgestorben und nur wenige Menschen haben die Katastrophe überlebt. Unter ihnen ein Vater (Viggo Mortensen), der nach dem Selbstmord seiner verzweifelten Frau (Charlize Theron) alleine mit dem gemeinsamen Sohn (Kodi Smit-McPhee) durch verwüstete Städte und zerstörte Straßen Richtung Süden zieht, in der Hoffnung dass es dort wärmer ist.

Während ihrer einsamen und nahezu hoffnungslosen Reise entlang des Highways müssen sich die beiden jedoch jeder Menge Gefahren gegenüberstellen. Denn nicht nur der Kampf gegen die umweltbedingten Zustände ist grausam, auch die wenig übrig gebliebenen Menschen stellen eine große Gefahr dar…

Hintergrund:

The Road basiert auf dem gleichnamigen Roman von Cormac McCarthy, der auch die Vorlage zu No Country for old Men schrieb.

John Hillcoats Film feierte, im Juni 2010, seine Deutschlandpremiere auf dem Filmfest München. Der deutsche Kinostart von The Road – Die Straße ist für den 7. Oktober 2010 vorgesehen.


 

Kritik:

Der Großteil der Menschheit ist bereits ausgestorben und auch die Menschlichkeit scheint nicht mehr zu existieren. Jeder kämpft nur noch für sich allein und die große Hungersnot machte aus einigen Kannibalen, die ständig auf der Jagd nach Überlebenden sind.

Obwohl die Rahmenhandlung in The Road – Die Straße es hergegeben hätte und der Film auch einigeszene the road die straße spannende Szenen bereithält, ist Hillcoats Werk weniger ein Endzeit-Thriller á la I am Legend. Denn der Regisseur hielt sich bei seiner Verfilmung nämlich eng an die Literaturvorlage, in der ebenso viel mehr ein Drama erzählt wird, welches die beiden namenlosen Protagonisten in den Fokus stellt.

Beeindruckend zeigt The Road die Tristesse und die Hoffnungslosigkeit, die sich in den Alltag einer postapokalyptischen Welt eingespielt hat. Dass der Film hierbei sehr bedrückend und düster wirkt, ist nicht nur auf die Aufnahmen von leeren Highways und verwahrlosten Städten zurückzuführen. Großen Anteil daran hat nämlich auch Hauptdarsteller Viggo Mortensen (Tödliche Versprechen). Der Vater welcher, ständig zwischen Resignation und dem unbedingten Willen zu überleben, versucht, seinem Sohn das letzte bisschen Hoffnung zu bewahren, wird äußerst überzeugend von Mortensen verkörpert. Dies macht die Vater-Sohn-Beziehung in The Road nicht nur sehr intensiv; es verschafft Hillcoats Drama auch große Sensibilität und macht den Film schließlich auch so stark. (gs)

Bewertung:

 ★★★★★★★★☆☆ 

 

The Road USA 2009

Genre: Drama / Science-Fiction / Thriller

Originaltitel: The Road Regie: John Hillcoat Drehbuch: Joe Penhall, Cormac McCarthy Darsteller: Viggo Mortensen, Kodi Smit-McPhee, Charlize Theron, Robert Duvall, Guy Pearce

Trailer

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Die Zivilisation, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Die Sonne ist verdunkelt, tierisches wie pflanzliches Leben ist ausgestorben und nur wenige Menschen haben die Katastrophe überlebt. Unter ihnen ein Vater (Viggo Mortensen), der nach dem Selbstmord seiner verzweifelten Frau (Charlize Theron) alleine

 

11 Kommentare so far »

  1.  

    Christian said

    Juli 7 2010 @ 09:18

    Ein Film, auf den ich mich schon eine ganze Weile freue. Mich wundert nur, dass der so lange braucht, es hier ins Kino zu schaffen. Mittlerweile lohnt sich ja fast der Import der DVD/BR, ähnlich wie bei Moon.

  2.  

    stefan said

    September 24 2010 @ 01:05

    das buch gehört zum besten, was ich seit langem gelesen habe. selten so eine düstere, reduzierte endzeit-variante gesehen. ich bin extrem auf den film gespannt und hoffe nur, dass man nicht einen langweiligen hollywood-action-unfug daraus gemacht hat.

  3.  

    Georg aka admin said

    September 24 2010 @ 14:02

    @stefan: ich habe den film (und auch rezensiert) – und außerdem auch das buch vorher schon gelesen. daher kann ich dich etwas beruhigen, da ich finde dass die bedrückende, karge atmosphäre die das buch mit sich gebracht hat, auch im film sehr gut rüberkommt.

  4.  

    Navid said

    September 26 2010 @ 17:53

    Ich durfte diesen Film in einer Sneak Preview erleben weshalb ich vorher nichts darüber hörte. Meine Begeisterung kennt seitdem keine Grenzen mehr. Ich hätte niemals gedacht das ein solcher echt wirkender ohne richtige Logikfehler und dafür mit dermassen beklemmender Atmosphäre gedreht werden würde.
    Für mich ganz klar der beste Film seines Genres und der beste den ich dieses Jahr sah.
    Natürlich werde ich nun auch das Buch lesen.

    Was für mich die Qualität deutlich zeigte, war das einige während der Vorführung das Kino verliesen oder “Langweilig” in den Saal riefen. Zu anspruchsvoll für den Mainstream und gerade deshalb richtig gut.

  5.  

    David said

    Oktober 13 2010 @ 18:33

    Hi,
    der Film ist wirklich “krass”. Krass bedrückend und sehr düster, wird nicht langweilig, obwohl im Grunde kein Schauplatzwechsel passiert, im Wesentlichen keine neuen Hauptpersonen dazu kommen und auch sonst eher der Stoff für einen schlechten Film, wenn man bedenkt wie die eigentliche Ausgangslage aussieht.
    Ich bin gerade mittendrin (Szene im Kannibalenhaus) und musste das erste mal überhaupt bei einem Film in den letzten 1-2 Jahren die Hände hoffend vor dem Mund zusammenlegen..

    Großartiges Werk, eine Schande, dass der nicht für die Oscars nominiert wurde – dafür dann irgendein Ami-Irak-Shooter von denen es bereits Dutzende gibt..

    Gruß
    David

  6.  

    my life in reverse said

    Oktober 19 2010 @ 15:26

    The Road (2009)…

    Jahre nach einer globalen Katastrophe ist die menschliche Zivilisation ausgelöscht; vereinzelte Überlebende durchstreifen die abgestorbenen Wälder Nordamerikas auf der Suche nach Nahrung und Schutz vor kannibalischen Wilderern. Ein Mann folgt mit seine…

  7.  

    Sash said

    Januar 6 2011 @ 20:27

    Einer der wenigen Filme, die mich bis heute nicht vollständig loslassen,worüber ich nach Ende noch lange nachgedacht habe!Vieleicht weil ich auch Kinder in diese Welt gesetzt habe und es alles so unwirklich nicht ist, da der Mensch oder viele Menschen rücksichtslose Induviduen ist/sind, erst recht wenn es um das eigene Leben geht.Konnte mich gut hineinversetzen und habe den Film mitgelebt!Nicht zu ernst nehemen, für mich einfach ein guter Film,den man nicht mal eben so verschlingt und sicher der breiten Masse gefällt…

  8.  

    Sash said

    Januar 6 2011 @ 20:28

    upps, zu schnell gedrückt,wollte sagen der breiten Masse nicht gefallen wird

  9.  

    Grinder said

    Januar 21 2011 @ 21:58

    Was der Handlung tatsächlich den letzten Funken Hoffnung nimmt, ist das tatsächliche unabwendbare Sterben der Natur, die die Grundlage des menschlichen Lebens ist. ALLE anderen Endzeitfilme sind dagegen eher zukunftsgewand: eine Erde ohne Menschheit als neue Chance. Das ist hier anders. Krasser krasser Film.

  10.  

    Kai said

    Februar 23 2011 @ 01:58

    Ich bin wirklich begeistert! Bin gerade durch und kann nur zustimmen. Es ist nicht Mainstream, nicht Hollywood. Man sieht den Film und muss noch kurz drüber nachdenken. Was ist da überhaupt passiert? Wie geht es um den Jungen weiter? Warum quälen die sich so unaufhaltsam immer vorwärts?
    Wirklich abschalten kann man nicht und genau das ist das, was den Film besonders macht. Eigentlich hatte ich sowas bisher erst einmal: Schindlers Liste. Und da ist das anders, da gibts einen verdammt realen Bezug zu…
    Egal. Richtig gut. Endgeil. Endgut. Endzeitgut. Ende.

  11.  

    Stefan said

    März 7 2011 @ 02:31

    Achtung! winzig kleiner spoileralert^^
    Wirklich ein großartiger Film! bin seit 1,5 stunden am googlen um fragen zu klären und so weiter…
    eins konnt ich noch nicht rausfinden:
    Kann mir jemand sagen, was da in dem Haus vorgeht in dem der Mann aufgewachsen ist? Der Junge sagt irgendwas, das sie das nicht tun sollten oder so ähnlich, woraufhin ihn der Vater nach draussen schickt…dann legt er ein sofakissen penibel hin und setzt sich und starrt an die wand! da läuft eine Flüssigkeit runter und ich frage mich was das ist…ich dachte kurz vorher schon, dass am Kamin frisches Blut wäre… Dann kommt aber auch schon die Szene in der der Sohn einen anderen Jungen sieht…Weiß irgendjemand zufällig (vllt durch das buch) was da los ist?

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