Inhalt:
Vicky (Rebecca Hall) und Cristina (Scarlett Johansson) sind über den Sommer in Barcelona, wo sich Vicky auch auf ihre Magisterarbeit über katalanische Kultur vorbereiten will. Die zwei Freundinnen könnten im Beziehungsverhalten kaum unterschiedlicher sein, denn während Vicky kurz vor ihrer Hochzeit steht, rational denkend ist und weiß was sie möchte, ist Cristina abenteuerlustig und möchte sich von ihrer kürzlich gescheiterten Beziehung schlichtweg ablenken.
Als die beiden in einem Restaurant den exzentrischen Maler Juan Antonio (Javier Bardem) kennenlernen, lädt dieser sie übers Wochenende nach Oviedo ein, um die Stadt zu besichtigen, Kultur zu studieren und so ganz nebenbei auch um ein bisschen Liebe machen zu können. Vicky und Cristina nehmen das ungewöhnliche Angebot an, und damit nimmt der turbulente Liebesreigen seinen Lauf. Das Chaos wird dann noch komplettiert, als Juan Antonios Ex-Frau Maria Elena (Penelope Cruz) wieder zurückkehrt…
Hintergrund:
Die Uraufführung des Films fand am 17.05.2008 auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes statt.
Penelope Cruz wurde 2009 für ihre Darstellung der Maria Elena mit dem Oscar ausgezeichnet. Zudem erhielten Cruz, Javier Bardem sowie Rebecca Hall allesamt Nominierungen bei der Golden Globe Verleihung 2009.
Javier Bardem und Penelope Cruz sind seit Juli 2010 miteinander verheiratet.
Kritik:
Woody Allens Werk zeichnet sich durch witzige und tiefgründige Dialoge in Sachen Liebe aus, kombiniert mit wunderschönen
opulenten Bildern Spaniens. Allen lässt bei seiner komplexen Liebesgeschichte kein Klischee aus (wie z.B. die temperamentvollen Spanier, oder den Materialismus und die kulturelle Ödnis der USA). Dies driftet allerdings nicht ins Negative, sondern baut absichtlich mit Hilfe der Klischees und ganz subtilem Humor geschickt eine teilweise ins Groteske treibende Komödie auf. Die Verwendung einer Erzählstimme, die hörspielartig und teilweise ironisch durch die Handlung leitet, ist ein tragendes und aufwertendes Element, was dem Film insgesamt sehr gut zu Gesicht steht.
Die Darsteller sind äußerst gut besetzt, vor allem die Rolle der Maria Elena, gespielt von Penelope Cruz, ist hervorragend sodass der Zuschauer förmlich das südländische Temperament sowie die Leidenschaft von ihr spürt.
Vicky Cristina Barcelona ist ein gelungenes Werk von Allen, bei dem es einfach Spaß macht sich den Film anzuschauen, nicht zuletzt wegen den klasse agierenden Schauspielern und der gut umgesetzten Geschichte. (dd)
Bewertung:









Vicky Cristina Barcelona USA 2008
Genre: Drama / Romance / Komödie
Originaltitel: Vicky Cristina Barcelona Regie: Woody Allen Drehbuch: Woody Allen Darsteller: Rebecca Hall, Scarlett Johansson, Javier Bardem, Penelope Cruz
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Dr. Borstel said
Juli 21 2010 @ 10:37
So geht die Bewertung in Ordnung; ich habe auch schon oft überschätzende Kritiken gelesen. Fakt ist, dass die Story schon gelegentlich etwas vor sich hintröpfelt, was von den tollen Darstellern aber souverän überspielt wird. Ein schöner Film, von dem ich aber bis heute nicht weiß, wie er den Golden Globe gegen “In Bruges” gewinnen konnte.
Georg aka admin said
Juli 21 2010 @ 10:43
@Dr. Borstel: “In Bruges” wurde ja meiner Meinung nach bei sämtlichen großen Awards “übersehen”. Aber das ist ja nicht untypisch für geniale Filme… leider!
dontpanicitsorganic said
Juli 24 2010 @ 22:50
Beim ersten Mal fand ich ihn bezaubernd, beim zweiten Mal noch gut und beim dritten mal eher nett (weiß nicht, wieso ich ihn überhaupt so oft sehen musste). Jedenfalls war er besser als Whatever Works und Penelope einfach nur atemberraubend!
@beide “In Bruges” war echt ein übberraschend guter Film. Hoffe, dass Martin McDonagh nochmal sowas Schwarzhumoriges vom Zaun bricht(und die deutsche Betitelung dann nicht so tranig wird).