Inhalt:

Maximilian Semsch dokumentiert das Abenteuer seines Lebens. Von München aus, beginnt er eine Reise mit dem Fahrrad bis nach Singapur. Die geschätzten 18.000 Kilometer legt er alleine, mit 50 kg Gepäck und einer Videokamera zurück. Seine einzigartige Fahrradtour führt ihn durch Länder wie Polen, Russland, Kasachstan und Thailand und bringt ihn schließlich an einige der entlegensten Orte der Welt.

Von der staubigsten Wüste, hin zur hektischen Großstadt, bis in den tiefsten Dschungel lässt er in seinem filmischen Tagebuch keine Etappe, seines facettenreichen Trips, aus, welcher ihn nicht nur an die Grenzen seiner körperlichen Belastbarkeit bringt, sondern auch zu ihm selbst finden lässt.

Hintergrund:

Maximilian Semsch hat für sein Abenteuer eine beeindruckende konditionelle Leistung vollbracht. Er fuhr nämlich an 211 Tagen, insgesamt über 886 Stunden und hat bis zu 165 Kilometer am Tag zurückgelegt.

Selten ist die Bezeichnung Filmemacher treffender: Semsch ist nicht nur der Hauptakteur, sondern auch sein eigener Regisseur und Kameramann. Obendrein hatte er auch die Idee zum Film und hat diesen auch geschnitten.

What a Trip – mit 15 km/h bis ans Ende der Welt ist für den bayerischen Jugendfilmpreis, sowie für die Independent Days 10 in Karlsruhe nominiert.

Kritik:

Durch die minimalistische, aber dennoch sehr professionelle, Machart, gewährt Semsch dem Zuschauer einen unverfälschten und ehrlichen Einblick in sein abenteuerliches Projekt. Zudem lassen die lebendige Kameraführung, sowie die faszinierenden Naturaufnahmen das Publikum von What a Trip sogar noch tiefer in die ungewöhnliche Reisedokumentation miteintauchen. Was den Film, neben der sehr mutigen Reiseart, so interessant macht, ist die Gegenüberstellung des ruhigen und ausgeglichenen Lebens, zur schnelllebigen, modernen Gesellschaft. Die Doku wirkt sogar stellenweise wie ein Appell, gegen das hektische Alltagsleben, in welcher der Mensch sich nur allzu oft selbst verliert.

Leider fällt What a Trip – mit 15 km/h bis ans Ende der Welt, mit einer Laufzeit von 76 Minuten, etwas zu kurz aus. Ein Mehr an den schönen Aufnahmen der kulturellen Sehenswürdigkeiten und Naturbildern, hätte dem Dokumentarfilm ebenso gut getan, wie ausführlichere Einblicke in die Gedankenwelt des Reisenden. (gs)

Bewertung:

 ★★★★★★★½☆☆ 

Genre: Dokumentation

Originaltitel: What a Trip – mit 15 km/h bis ans Ende der Welt Regie: Maximilian Semsch

Trailer

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